Ask a nerd - Vol. 1
2017-12-19 von Artikel von FUFFUF

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Darum geht's bei Ask a nerd...

Hallo Freunde,

wir starten hier und heute mit unserer neuen Rubrik ASK A NERD. In diesem und allen folgenden ASK A NERD-Artikeln beantworten wir gerne Fragen, die Ihr vielleicht schon immer einmal einem Nerd stellen wolltet (einfach als Kommentar hinterlassen). Dabei gilt: anything goes!

Die Nerds, das sind wir 3 von Fröhlich ∧ Frei. Und am Ende des Tages sind wir vielleicht etwas weniger nerdig als man denkt (oder vielleicht auch etwas mehr 🤓). Verschafft Euch hier gerne einen Eindruck!

Den Anfang macht unser Studi Lukas, denn der Nerd hat sich diese neue Rubrik ausgedacht.

Jetzt geht es aber los... Viel Spaß!

Lukas: Was ist schwieriger zu bauen: Mobil- oder Desktopanwendungen? Und wie sieht es mit Apps aus?

Um gleich mal mit einer richtigen Nerdantwort zu starten: "Das lässt sich pauschal schwer beantworten...!"

Normalerweise ist der wichtigste Faktor bzgl. der Schwierigkeit der Funktionsumfang. Dabei ist entscheidend, was benötigt der Kunde: Mobil, Desktop, beides, native App, iOS, Android, beides, ...? In vielen Fällen wünschen sich unsere Kunden eine responsive Website. Das bedeutet, eine browserbasierte Anwendung für Mobil und Desktop zusammen. Der Spagat entsteht meistens bei der Konzeption, denn hier muss entschieden werden, was zeige ich wo und wie in welchem Umfang an. Manchmal funktionieren Inhalte auf dem Desktop anders als auf einem Mobilgerät und umgekehrt. Auch das Design einer Anwendung kann großen Einfluss auf die Komplexität haben. In vielen Fällen können wir uns an Standards halten, die sich durchgesetzt haben. Manchmal sind aber auch sehr individuelle Lösungen gewünscht, in die man viel Zeit reinstecken muss, um allen Anforderungen gerecht zu werden.

Dann arbeiten wir z.B. auch an einem Projekt, bei dem es sich um ein komplexes System mit umfangreichen Anforderungen auf allen Ebenen handelt. Hier besteht erst einmal nicht vordergründig der Wunsch, dieses auch mobil anzubieten. Dennoch entwickeln wir auf Basis responsiver Technologien, um auch für die späteren Anforderungen gewappnet zu sein, setzen aber aktuell nicht jedes Detail für kleine Auflösungen um.

In einem anderen Fall wünscht ein Kunde eine native App. Die Komplexität ist in Phase 1 des Projekts überschaubarer als in gerade genannter Webapplikation, dennoch ist es wichtig bereits Wünsche aus Phase 2 und 3 in die technische Planung mit aufzunehmen.

Egal ob Dekstop, Mobil oder App - diese Frage gehört mit zu den wichtigsten: Woher kommen die Daten, die angezeigt werden sollen und was passiert mit diesen? Dadurch zeichnet sich dann meistens die Komplexität eines Projekts ab.

Antwort von Janine Janine

Lukas: Was war deine erste selbst gebaute Website?

Meine erste Website, wenn man sie denn so nennen kann, war eine Seite für meine Familie mit Backend zum Kommunizieren und Bilder austauschen. Alles mit PHP und MySQL-Datenbankanbindung. Wurde nie so richtig benutzt, hat aber Spaß gemacht sie zu programmieren. Mit Javascript war damals noch nicht so viel los und alles musste im Internet Explorer 6 laufen. Dafür gabs Framesets mit deren Hilfe nicht alles immer neu geladen werden musste. Multi-Datei-Upload gabs auch noch nicht, dafür habe ich einen extra .Net-Client (C#) gebaut.

Wirklich witzig, wenn ich so durch den Code scrolle... (ein bisschen wie Kinderbilder aus den 80ern).

Hab die Seite später sogar noch einmal aufwändig umgebaut. Ob der Umbau allerdings jemals online gegangen ist, weiß ich nicht mehr. Wenn ich das Erstellungsdatum so anschaue, müsste das alles 2004 gewesen sein.

Antwort von Robert Robert

Lukas: Kann man hacken, wenn man programmieren kann?

Das wird man tatsächlich öfter gefragt, was ich gut nachvollziehen kann. Beim Programmieren verbringt man sehr viel Zeit damit, zu verstehen, wie Dinge funktionieren, um Abläufe effizienter bzw. eleganter zu gestalten. Entgegen der allgemeinen Auffassung ist das ein sehr kreativer Prozess. Hat man das ein paar Jahre geübt, entwickelt man ein ganz gutes Verständnis davon, wie die Technik, die uns täglich umgibt, funktioniert und worauf sie basiert. Man versteht welche Arbeitsweise notwendig ist, um solch komplexe Technologien zu erschaffen, allerdings auch, dass Fehler in diesem Prozess unvermeidbar sind und diese von Dritten ausgenutzt werden können.

Da kommt also der Hacker ins Spiel, der ja aktuell ein eher dubioses Image genießt. Ich glaube nicht, dass die meisten Hacker böse Menschen sind und an meine Daten wollen. In überwältigender Mehrheit sind das sehr nette Mädels und Jungs, die einfach Spaß daran haben Schwachstellen in Software zu finden und sich freuen, wenn sie dafür Anerkennung von der Community bekommen. Man muss sich das so vorstellen, als ob man Superkräfte hat, weil man etwas tun kann, was der Rest der Welt für unmöglich hält. Ich glaube, den meisten reicht das als Belohnung für die unzähligen Stunden Arbeit, die sie investiert haben. Falls nicht, gehört neben dem Häckergen auch eine ordentliche Portion kriminelle Energie dazu. Sowieso darf man sich Vieles was medial als Hack kategorisiert wird nicht wie einen minutiös geplanten Juwelendiebstahl vorstellen, sondern viel eher als eine „mit der dicksten Axt durch die Vordertür Aktion“. Dabei sind sicherlich keine brillanten Hacker am Werk, sondern Kriminelle die Einbruchswerkzeug benutzen. Es gibt also nicht den Hacker und Hacken an sich ist eine Frage der Definition.

Wie im wahren Leben müssen wir auch beim Programmieren immer Prioritäten bei den Themen setzen, mit denen wir uns intensiv beschäftigen können. Wir verbringen unsere Zeit am liebsten damit Dinge zu erschaffen, statt Dinge kaputt zu machen. Für uns ist das auch hacken.

Antwort von Hannes Hannes

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